Markus&Markus – unsere Beziehung zur Rampe ist wie die Beziehung einer Rakete zum Mond.

Markus&Markus ist ein Theaterkollektiv aus Hildesheim. Lara-Joy Hamann hält den Laden zusammen, sowohl künstlerisch, als auch organisatorisch. Katarina Eckold dreht alle Videos, schneidet sie und ist auch sonst für die Bildgestaltung in jeglicher Hinsicht verantwortlich. Markus Schäfer kommuniziert gern, entwickelt Konzepte und performt. Markus Wenzel, der meist eher im Stillen vor sich hintüftelt, schreibt den ein oder anderen Text und performt auch. Alle vier sind leidenschaftliche InvestigateurInnen und stehen als Markus&Markus seit 2011 für eine ureigene Form politischen Theaters, pennälerhafte Penetranz und radikale Perfektionslosigkeit.

Die Rampe in einem Wort?

Wolkenkuckucksheim oder Kalsarikännit.

Dein absurdestes Bar-Gespräch in der Rakete?

Was kostet die Leggins aus der Winterkollektion?

Die denkwürdigste Vorstellung (auf der Bühne oder als Zuschauer*in)?

ANKUNFT THEATER RAMPE #5 nach der Vorstellung von ZWISCHEN DEN SÄULEN – wir werden den Abend nie vergessen.

Welcher Leitspruch beschreibt Deine Arbeitsmoral am besten?

Eure Katharsis ist unser Auftrag.

Welche Marotte lieben andere an Dir?

Leggins.

Dein Lieblingsort in der Rampe?

Infinity Pool.

Welcher Sound läuft auf Deiner Premierenfeier?

Major Tom.

Was wolltest Du der Rampe und/oder Rakete schon immer mal sagen?

Wir mögen Eure Zahnradbahnsammlung. Das ist die schönste Zahnradbahnsammlung, die wir je gesehen haben.

 

 

 

 

Fotos: Alex Wunsch

Foto: Alex Wunsch

Foto: Alex Wunsch

 

Nicki, Bel und Heiko von backsteinhaus produktion, Kooperations- und Diskussionspartner, zuständig für Bewegung und Lärm

Die Rampe in einem Wort?

Kunstfreiheit

Dein absurdestes Bar-Gespräch in der Rakete?

Gibt es nicht. Wir reden nicht gern.

Die denkwürdigste Vorstellung (auf der Bühne oder als Zuschauer*in)?

WOLFGANG als der 2 KW runterkrachte, die Leuchtstoffröhren vorne platzten und die Leute sich die Ohren zuhielten.

Welcher Leitspruch beschreibt Deine Arbeitsmoral am besten?

Belli:  only solution

Nicki: go go go

Heiko: Hauptsache, die Leute heulen.

Welche Marotte lieben andere an Dir?

Dass wir bis zur letzten Minute alles aus den Stücken rausquetschen, was drin steckt.

Dein Lieblingsort in der Rampe?

Die Technik (Herzchen Herzchen)

Welcher Sound läuft auf Deiner Premierenfeier?

Bass

Was wolltest Du der Rampe und/oder Rakete schon immer mal sagen?

Ihr kriegt uns nicht mehr los! : )

 

Foto: Saara Autere

Anna-Maija Terävä, Performerin und Tänzerin

My name is Anna-Maija Terävä. I am a dance artist from Finland. I work with the performance collective Oblivia and have had a premier at Theater Rampe in 2017,  with the show called Nature Theater of Oblivia. Our next premier at Rampe will be in February 2020. I was also giving a workshop with Oblivia at 6 tage frei-Festival in 2017.


The Theater Rampe in one word?

Bravo

Your most absurd bar-talk at Rakete?

About the popularity of heavy music in Finland.

The most memorable performance (on stage or as a spectator)?

The Players 2017 (as a spectator)

Which motto describes your work ethic best?

Less is more but also more is more.

What quirk do others love about you?

Me bringing chocolate to the rehealsars.

What sound is going on at your premiere party?

80´s and 90´s hit music…

What did you always want to say about Theater Rampe and/or Rakete?

It is definitely the best theater I have ever worked in.

 

Das Festival DIE IRRITIERTE STADT (21.-26. Juli 2020) sucht Chöre und Sänger*innen

Für die Uraufführung der Chor-Sinfonie CIRCLES für bis zu 300 Mitwirkende mit Musik, Gesang, Bewegung und Tanz im Stuttgarter Stadtraum suchen wir Chöre und Sänger*innen. Sie sind eingeladen, Teil eines großen theatralischen Rituals zu werden. Der Komponist Amir Shpilman schreibt dafür eine Partitur, die Regisseurin Marie Bues inszeniert sie gemeinsam mit der Tänzerin Ariel Cohen und dem Bildenden Künstler Yair Kira.

Profis und Amateure jeden Alters, mit viel oder wenig Erfahrung und Leidenschaft zur Musik aus Stuttgart und Umgebung sind herzlich willkommen!

Termine:
Generalprobe + 2 Aufführungen im Rahmen des Festivals DIE IRRITIERTE STADT, 21.-26. Juli 2020
1 bis 2 Probentermine nach individueller Absprache im Zeitraum März bis Mai 2020

Idee:
Jede Stadt hat ihren eigenen Rhythmus aus täglichen Routinen. Jede Stadt bildet ein subtiles Beziehungsgeflecht zwischen den Menschen, die in ihr leben, und ein Gefüge aus Klängen, Gerüchen, Emotionen und Farben. CIRCLES macht diese mehrdimensionale Stadt in einem groß angelegten Ritual sichtbar und erlebbar. Neben Musik und Tanz kommt eine Drohnen-Projektion zum Einsatz. Eine chaotisch-eruptive Feier von menschlichen Beziehungen und ihrer Komplexität.

Chorarbeit:
Die Komposition besteht aus einer einfachen ca. 10 minütigen Partitur, die die Chorleiter*innen selbstständig mit ihren Chören einstudieren können, und die in einfachen Variationen in der Aufführung
zusammengesetzt wird. Der Komponist Amir Shpilman kommt zu einzelnen Proben dazu und gibt Einsichten in seine Arbeit.

Das musikalische Material verspricht neue Erfahrung und viel Spaß: Es ist einfach zu proben und dennoch vielfältig an musikalischen Facetten. Lernt neue Chorgesangstechniken, eine Aufwärmübungen für jede Probe auf jedem musikalischen Niveau und Bewegungsmaterial für Auftritte kennen, die Ihr als Chor auch zukünftig auf Euer Repertoire anwenden könnt. Außerdem kommt eine digitale Notation zum Einsatz, die keine musikalischen Vorkenntnisse voraussetzt und von den Chören weiter verwendet werden kann. Werdet Teil eines Abenteuers der zeitgenössischen Musik!

Bewerbung bis zum 21. Februar 2020

Information: Fabian Lang (fabian.lang [at] mdjstuttgart.de)

DIE IRRITIERTE STADT – EIN FEST DER KÜNSTE versammelt Projekte und Aufführungen aus Tanz, Theater, Performance, Musik, Aktionen, Stadtrundgängen u.v.m in Stuttgart. Sie untersuchen die Frage, wie Stadtgesellschaft und Kunst im öffentlichen Raum Perspektiven für ein Zusammenleben in der Stadt gestalten und im Austausch miteinander weiterentwickeln können.

DIE IRRITIERTE STADT ist ein Projekt von Akademie Schloss Solitude, Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart, Musik der Jahrhunderte, Produktionszentrum Tanz und Performance und Theater Rampe im Rahmen von Tanzpakt Stuttgart.

Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die Stadt Stuttgart.

Derzeit probt das Team um Gerda Knoche für „Fragt mich was ich werden will und ich sag:“, welches im Rahmen der Imaginale 2020 Premiere hat.

Premiere: 03.02.2020
Tri-Bühne Stuttgart, 21:00 Uhr

Ein Stück über Träume, über Kindheit und Erinnerung.
Aber eigentlich geht es um Fußball.

Was wollten wir wirklich werden, als wir klein waren? Wir bewegen uns durch Bilder, Träume und Idole, in einer fulminanten Glitzerwolke, zwischen Aufzeichnung und Live-Broadcast. Zum Klang der Championsleague-Hymne und den Triumpfschreien des Torschusses. Aber die Zeit zögert: Aufnahme und Projektion verschieben sich, Lücken entstehen, wie die Lücken zwischen Realität und Wunsch – das Delay-Moment des Erwachsenwerdens.

Von:
Gala Goebel (Spiel/Video/Konzept),
Gerda Knoche (Spiel/Bühne/Konzept),
Helga Lázár (Spiel/Regie/Konzept),
Sára Gábor (Dramaturgie),
Stefanie Oberhoff und Stephanie Rinke (Künstlerische Betreuung),
Anne Brüssau (Technik),
und Johannes Prucsi (Sounddesign)

https://www.imaginale.net/programm/event/2735/
http://gerdaknoche.de/

Eine Performance mit drei ungeprobten Menschen

Im Januar 2020 wird Ant Hampton für eine Probenresidenz am Theater Rampe zu Gast sein, um gemeinsam mit den Künstler*innen Nora Tormann, Anna Rispoli, Dora Meierhans and Arantxa Martinez an seinem neuen Stück ZWEI ERWACHSENE UND EIN KIND zu arbeiten.

Für die Recherche-Phase werden sie zwischen 3. und 11. Januar eine Reihe von „ungeprobten Gastperformer*innen einladen. Gesucht werden jeweils zwei Erwachsene und ein Kind zwischen 8 und 10 Jahren. Der Zeitaufwand ist einmalig ca. 2 Stunden. Hinweis: Deutsch-Kenntnisse sind nur für die Kinder erforderlich.

Bei Interesse, einfach eine E-Mail an kontakt@theaterrampe.de senden.

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Zwei Erwachsene und eine Kind

ist eine automatisch ausgelöste Performance mit drei Personen auf der Bühne: zwei Erwachsene und ein Kind. Alle drei Darsteller*innen sind völlig unerprobt und daher für jede Präsentation unterschiedlich. Das Publikum entdeckt alles zur gleichen Zeit wie die Darsteller*innen.

Die beiden Erwachsenen (egal welchen Alters und Geschlechts) erhalten visuelle Hinweise auf einem Bildschirm hinter dem Publikum und reagieren darauf. Ihr Blick wird von zwei weiteren Bildschirmen zur Linken und Rechten gelenkt. Ihre Performance wird sich also auf Bewegungen fokussieren und nicht auf Sprache. Das Kind (im Alter von 8 bis 10 Jahren) hingegen erhält ihre*seine Anweisungen per Kopfhörer.

Während die Performer*innen sich bewegen und auf die Anweisungen reagieren, spricht eine tiefe Stimme zum Publikum. Sie wechselt zwischen Narration, Kommentar, Interpretation und Gesang; die Verbindung zum Bühnengeschehen ist bisweilen eindeutig, bisweilen eher indirekt.

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Der Moment, in dem wir jemanden zum erstenmal auf der Bühne sehen, ist aufregend. Wir wissen nicht, wer die Person sind, wen oder was sie repräsentieren oder ob sie überhaupt jemanden oder etwas darstellen. In dieser Performance haben auch die Darsteller*innen keine Ahnung. Sie begeben sich gemeinsam auf die Suche und versuchen Schlussfolgerungen zu ziehen. Das Stück spielt mit unserem Bewusstsein und präsentiert verschiedene mögliche Interpretationen. Handelt es sich um eine Familie? Hat sich das Kind verirrt? Hat das Kind das Sagen? Was haben diese Menschen erlebt, was verkörpern sie?

“So gleiten wir hinein in Normen wie in Kleidungsstücke, ziehen sie uns über, weil sie bereitliegen für uns, weil sie uns übergestülpt werden, weil sie sich anpassen oder weil wir, unbemerkt, uns anpassen. […] „Home is where we start from“, hat der Psychologe D. W. Winnicott einmal gesagt, Heimat ist das, von wo wir ausziehen, wo wir beginnen. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist nicht das, wo wir bleiben, es ist nicht, das was uns unverändert begleitet. (Carolin Emcke: Wie wir begehren)

 

 

ENGLISH VERSION:

A performance for three unrehearsed humans

In January  2020 Theater Rampe will be hosting Ant Hampton for a residency for research into a new work, TWO ADULTS AND A CHILD, together with artists Nora Tormann, Anna Rispoli, Dora Meierhans and Arantxa Martinez.

For their research phase, they will require a series of ‘unrehearsed guest performers’ to come in and work with them for defined sessions between January 3 and 11. Please note, only the child needs to speak German; for the adult performers, language is no problem!

If you or anyone you can think of are interested, please read the description below and get in touch by email kontakt@theaterrampe.de

***

TWO ADULTS AND A CHILD

is an automatically-triggered performance with three bodies on-stage: two adults and a child. All three performers are completely unrehearsed, and therefore different for each presentation. The audience are aware of discovering everything at the same time as the performers.

The two adults (who can be of any age or gender) respond to visual cues from a screen behind the audience: they copy what they see, as best they can. Their gaze is moved around by two other screens to the left and right, hidden in the wings. Their performance will therefore be focussed on movement (no speaking). The child will be between 8-10 years old and receives his/her instructions via headphones.

While all three performers move and respond to the prompts, a low voice speaks to the audience. This voice shifts mode between narrating, commenting, interpreting and singing; its connection to what’s happening at times explicit, at others oblique.

*

When we first see someone on a stage, it’s exciting when we don’t know who they are, who or what they represent, or even if they want to represent something or someone. In this instance, the performers also have no idea! Everyone is searching together, trying to come to conclusions. The piece plays with our awareness of this shared search, and presents different possible interpretations or outcomes. Is it a family? Is the child lost? Is the child in charge? What have these people lived, what do they embody?

„We slip into norms the way we slip into clothes, putting them on because they’re laid out ready for us, because someone pulls them over our heads, because they come to fit us or because, without even noticing, we come to fit them. (…) ‚Home is where we start from,’ the psychoanalyst D. W. Winnicott once said, and it is no more and no less than that. It is where we begin, where we set off from. It’s not where we stay; it’s not somewhere that accompanies us unchanged.” – Caroline Emcke, ‚How We Desire’

 

 

 

Derzeit sind Gruppe CiS im Rahmen von Freischwimmen zu Gast auf unserer Probebühne. Freischwimmen ist eine Produktionsplattform für Performance und Theater, getragen durch brut Wien FFTDüsseldorf, Gessnerallee Zürich, Schwankhalle Bremen, Sophiensæle Berlin und Theater Rampe.

Die Plattform konstituiert sich seit 2018 in veränderter Aufstellung und unter dem Titel FREISCHWIMMEN neu als internationale Austausch- und Produktionsplattform für junge Gruppen und Künstler*innen aus Theater und Performance. So gibt es nun mit Residenzen, Workshop-Showings und Gastspielen und Labs einzelne Module, die je nach den Bedürfnissen der Künstler*innen und Kapazitäten der Häuser unterschiedlich kombiniert werden können.

Gruppe CIS zum derzeitigen Stand der Proben:
Ich hab darüber nichts Besonderes zu berichten. Sondern es geht mir gut. Ich bin überzeugt: So wie diese Reaktion aufgetreten ist, so wird sie auch wieder vergehen. Und ich kann dich beruhigen. Es wird wohl nur das nicht zu verortende Schnurren gewesen sein, das deine Brüche kitten hilft, die du dir zugezogen hast, als du hingepresst wurdest, in die Welt hinaus gepresster kleiner schwarzer Punkt, aus dem du dich geschält hast. Es sah so aus weil du fielst, du kamst heraus geknospt eigentlich. Und der Beweis findet sich in den tabellarisch geordneten Gliedmaßen und den zur Ansicht ausgebreiteten Gewebe-Tunikas.
All diese Schmierer für nichts.
So, da ist er also, der Körper. Sehen Sie genau hin und dann vergessen Sie alles.
Beteiligte an dieser Arbeit der Gruppe CIS: Judith Engel, Sabrina Schray, Surja Ahmed, Johannes Frick, Severin Hallauer