Presseinformation: DIE IRRITIERTE STADT

Ein Fest der Künste 

Im Rahmen von TANZPAKT Stuttgart | TANZPAKT Stadt-Land-Bund

Ausschreibung für Künstler*innen aus Tanz, Musik, Theater, Performance, Literatur, Film, Bildender Kunst und transdisziplinärer Praxis, international und lokal
Projektentwicklungen ab Oktober 2019 Festival von 20. bis 26. Juli 2020 im ganzen Stuttgarter Stadtgebiet (English version below)

Akademie Schloss Solitude, Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart, Musik der Jahrhunderte, Produktionszentrum Tanz und Performance und Theater Rampe setzen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte in den zeitgenössischen Künsten. Gemeinsam ist ihnen die transdisziplinäre Praxis. Im Juli 2020 veranstalten sie erstmals gemeinsam mit dem Kulturamt Stuttgart ein kooperativ kuratiertes „Fest der Künste“. In partizipativen und ortsspezifischen Projekten geht es dabei um Austausch und Zusammenarbeit mit Menschen, die nicht selbstverständlich im Kunstdiskurs verortet sind. Im Zentrum steht der interdisziplinäre Austausch, verbunden mit der Frage, welche Positionen Künstler*innen heute in der Auseinandersetzung mit der Zivilgesellschaft einnehmen. So soll eine Plattform des Dialoges zwischen den zeitgenössischen Künsten und der Gesellschaft geschaffen werden.

Das erste Festival findet im Rahmen des TANZPAKT Stuttgart statt. Mit TANZPAKT Stuttgart ist ein Bündnis aus Kulturinstitutionen mit internationaler Strahlkraft, der freien Tanz und Performanceszene vor Ort und dem Kulturamt Stuttgart angetreten, um nachhaltig angelegte Strukturen für die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes in seiner interdisziplinären Dimension zu etablieren.

Eine besondere Aufmerksamkeit erfahren daher Projekte, die von Bewegung und Körpern im öffentlichen Raum ausgehen. Im Fokus der künstlerischen Auseinandersetzung soll insbesondere der Öffentliche Raum stehen. Gemeint sind sowohl öffentliche Orte der Zivilgesellschaft als auch der digitale öffentliche Raum, der durch die wachsende Bedeutung von Social Media eine immer größere Aufmerksamkeit bekommt. Der Öffentliche Raum – sei er physisch oder medial – ist eine Agora, in der das „Öffentliche“ heute überaus kontrovers verhandelt wird. Unterschiedliche gesellschaftliche Gruppierungen erheben Besitzansprüche auf diesen Raum – und damit auch einen Anspruch auf die Deutungshoheit des Öffentlichen.

Darüber hinaus treibt das Kuratorium die Fragen um, – wie folgenreich Kollaborationen zwischen Kunst und Zivilgesellschaft sein können, – wie künstlerische Perspektiven auf Denk- und Handlungsräume in der Zivilgesellschaft einwirken und diese unmittelbar mitgestalten können, – wie künstlerische Praxis im öffentlichen Raum verankert werden kann – und wie sich künstlerische Spielräume im Dialog mit der Zivilgesellschaft erweitern lassen.

DIE IRRITIERTE STADT lädt internationale und lokale Künstler*innen und Performer*innen aller Sparten – insbesondere auch aus dem Tanz – ein, sich alleine oder im Team mit Menschen eines bestimmten Ortes oder zivilgesellschaftlichen Bereiches in Stuttgart auseinanderzusetzen und ein partizipatives Projekt für einen bzw. in einem der teilnehmenden zivilgesellschaftlichen Bereiche zu entwerfen. Stuttgarter Bürger*innen werden in einer gesonderten Ausschreibung zur Teilnahme an DER IRRITIERTEN STADT eingeladen. Das können junge oder alte Menschen, Lernende oder Arbeitende, Menschen im Arbeits- oder Freizeitumfeld, musisch interessierte oder noch von der Kunst abgewandte, zufällig oder bewusst an einem Ort zusammentreffende Menschen sein.

Im September 2019 entscheidet das Kuratorium, welche der eingereichten Projekte durchgeführt werden können, und verbindet die Künstler*innen gegebenenfalls mit Akteur*innen der Stuttgarter Stadtgesellschaft. Ab Oktober 2019 können die Künstler*innen ihre jeweiligen Projekte (Recherche, Konzeption, Proben) im aktiven Austausch mit ihren Partner*innen aus der Stadtgesellschaft erarbeiten. Es kann ein kurzes, prägnantes Statement sein oder ein mehrtägiges Ereignis. Es kann ausschließlich mit Laien aufgeführt werden oder professionelle Interpret*innen oder künstlerische Akteur*innen einbeziehen. Es kann bestimmte räumliche Situationen (Gebäude, Anlagen, Landschaften) voraussetzen oder für einen variablen Aufführungsort konzipiert werden.
Je nach Projektvorhaben sind Koproduktionen oder Eigenproduktionen möglich. Adaptionen bestehender Arbeiten auf einen spezifischen Stuttgarter Kontext hin sind ebenso möglich.

Das Ziel ist mindestens eine öffentliche Aufführung/Präsentation im Rahmen des Fests der Künste DIE IRRITIERTE STADT, das vom 20. bis 26. Juli 2020 in unterschiedlichen Kultureinrichtungen sowie im öffentlichen Raum in Stuttgart stattfindet.

Bitte bewerben Sie sich bis zum 31.08.2019 mit folgenden Unterlagen (pdf-Datei, max. 5 MB):
Dossier Ihrer künstlerischen Arbeit bzw. Beschreibung Ihrer Arbeitsweise und Ihres ästhetischen Ansatzes
– Motivation für ein partizipatives Projekt im Rahmen DER IRRITIERTEN STADT bzw. Idee oder Projektskizze für einen spezifischen zivilgesellschaftlichen Bereich. Bitte geben Sie ggf. an, ob Sie bereits Partner*innen aus Stuttgart haben bzw. ob Sie mit konkreten Partner*innen zusammenarbeiten wollen. ODER: Projektbeschreibung und Finanzplan einer bereits produzierten Arbeit, die partizipativ bzw. ortsspezifisch auf den Stuttgarter Kontext hin adaptiert werden kann.

Bewerbungen oder auch Fragen zum Projekt bitte per Email an unser Organisationsbüro: irritiertestadt@mdjstuttgart.de

Über die Realisation der eingereichten Projekte entscheidet ein Kuratorium der Veranstalterinnen des Festivals und des Kulturamts Stuttgart. Künstler*innen, deren Projekt durchgeführt wird, erhalten ein angemessenes Honorar sowie Produktionsmittel, deren Höhe sich – den Möglichkeiten des Festivals entsprechend – nach dem Bedarf eines Projektes richtet.

Dem Kuratorium gehören an:
Elke aus dem Moore (Akademie Schloss Solitude)
Nora Auth (Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart)
Christine Fischer (Musik der Jahrhunderte)
Isabell Ohst (Produktionszentrum Tanz und Performance)
Martina Grohmann (Theater Rampe)

DIE IRRITIERTE STADT ist ein Projekt von Akademie Schloss Solitude, Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart, Musik der Jahrhunderte, Produktionszentrum Tanz und Performance, Theater Rampe und der Landeshauptstadt Stuttgart im Rahmen von TANZPAKT Stuttgart.

Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die Stadt Stuttgart.

Kontakt:

Musik der Jahrhunderte e.V., Siemensstraße 13, 70469 Stuttgart
Tel +49 (0) 711 62 90 510
irritiertestadt@mdjstuttgart.de


DIE IRRITIERTE STADT
Festival of the arts
Within Tanzpakt Stuttgart | TANZPAKT Stadt-Land-Bund

Call for project proposals for international and local artists from dance, music, theatre, performance, literature, film, visual arts and transdisciplinary practice
Project developments from October 2019 (or later)
Festival from 20 to 26 July 2020 in the entire Stuttgart city area

Akademie Schloss Solitude, Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart, Musik der Jahrhunderte, Produktionszentrum Tanz und Performance and Theater Rampe each set different focal points in the contemporary arts. What they have in common is transdisciplinary practice. In July 2020, they will for the first time organize a cooperatively curated „Festival of the Arts“. In participative and site-specific projects, the focus is on exchange and cooperation with people who are not naturally part of the art discourse. The focus will be on interdisciplinary exchange and the question which positions artists take in today’s debate with civil society. In this way, a platform for dialogue between contemporary art and society will be opened up.
The first festival will take place as a contribution to the TANZPAKT Stuttgart, where contemporary dance shall be presented in its transdisciplinary dimension. Special attention will therefore be given to projects that emanate from dance, movement and choreography. The focus of the artistic debate will be on “public space” in particular. This refers to both public places of civil society and the digital public space, which is gaining more and more attention due to the growing importance of social media. The public space – be it physical or medial – is an agora in which nowadays the „public“ is negotiated in an extremely controversial way. Different social groups claim ownership of this space – and thus also claim to the interpretive dominance of the public sphere.

In addition, the curators are driven by the questions,
– how collaboration between art and civil society can have a strong momentum,
– how artistic perspectives can influence and directly shape thoughts and action in civil society,
– how artistic practice can be manifested in public space
– and how artistic scopes can be expanded in dialogue with civil society.

DIE IRRITIERTE STADT invites international and local artists and performers (alone or in teams) from all genres – especially including dance – to engage with people from either a certain place or a certain civil society area in Stuttgart and to design a participatory project for or in one of the participating civil society areas. Stuttgart citizens will be invited in a separate call to participate in these artistic projects. These can be young or old people, learners or workers, people at work or in their leisure time, people interested in the arts or still averted to art, people meeting by chance or consciously in one place.

In September 2019, the curators will decide on the projects to be realized and, if necessary, connect the artists/artistic teams with the possible participants of the Stuttgart civil society.
Starting in October 2019, the artists/artistic teams can develop their projects (research, conception, rehearsals) in active exchange with their civil partner groups.

The results can be a short, concise statement or an event lasting several days. It can be performed exclusively with non-professional performers or involve professional performers or artists. The projects can be designed for specific places (buildings, sites, landscapes) or for a variable performance location. Depending on the kind of project, both co-productions and in-house productions are possible. Adaptation of existing works to a specific Stuttgart context is also welcome.
The aim is at least one public performance/presentation within DIE IRRITIERTE STADT – Festival of the Arts, which will take place from 20 to 26 July 2020 in various cultural institutions as well as in public space in Stuttgart.

Please apply by 31.08.2019 with the following documents (pdf-file, max. 5 MB):
– Dossier of your artistic work or description of your way of working and your aesthetic approach
– Letter of motivation for a participatory project within DIE IRRITIERTE STADT
or idea/project outline for a specific field of civil society. Please indicate if you already have partners from Stuttgart or if you would like to cooperate with concrete partners or if we should connect you with possible participants.
Also possible: Project description and financial plan of an already produced work, which can be adapted to the Stuttgart context in a participative or site-specific way.

Please send your application or questions about the project by email to our organization office: irritiertestadt@mdjstuttgart.de
A committee of the festival organizers and the City of Stuttgart decides which of the submitted projects can be realized. Artists whose projects are selected will receive an appropriate fee as well as a production budget. The amount will be depending on the needs of the project according to the possibilities of the festival.

The members of the committee are:
Elke aus dem Moore (Akademie Schloss Solitude)
Marcela Herrera Oleas (City of Stuttgart)
Nora Auth (Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart)
Christine Fischer (Musik der Jahrhunderte)
Isabell Ohst (Produktionszentrum Tanz und Performance)
Martina Grohmann (Theater Rampe)

DIE IRRITIERTE STADT is a project of Akademie Schloss Solitude, Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart, Musik der Jahrhunderte, Produktionszentrum Tanz und Performance and Theater Rampe within Tanzpakt Stuttgart.

It is funded by TANZPAKT Stadt-Land-Bund with the support of the German Federal Government Commissioner for Culture and the Media and by the City of Stuttgart.

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