Dialoge in der Anderswelt

OS: Im Herzen der Finsternis, auf der anderen Seite des Ozeans, am Ende des Periodensystems der Elemente erwartet uns eine Welt, die sich von der uns vertrauten Wirklichkeit in vielen Aspekten unterscheidet, neues Terrain.

Auf welche Weise betritt man Neuland? Was ist die Strategie?

 

Wen nimmt man mit auf die Expedition? Wie wählt man seine Crew aus?

Was sucht man? Was erhofft man? Welchen Gefahren ist man ausgesetzt?

 

TP: Zuerst erträumt man sich ein Bild davon, wie das Land ganz grob aussehen könnte, dann legt man sich ganz einfache Modelle zurecht, die meist grobe Vereinfachungen enthalten. (Vereinfachungen von dem Typ: nehmen wir mal an ein Kuh ist eine Kugel…) . Dann überlegt man sich Messmethoden, um das Land zu vermessen und zu dokumentieren. Dann braucht man begeisterte Entdeckertypen die ihre Talente einbringen und dem Motto folgen: Don’t talk about it – just do it… Dann stellt man meist erstmal fest: es hat Nebel, wir könnenn nichts erkennen. Dann beginnt das emotionale Tal der Tränen. Nichts klappt, das Land ist verwunschen, hat sich gegen die Entdecker verschworen und will seine Geheimnisse nicht preis geben. Bis jemand einen Weg findet wie man dem Nebel entkommt einen Gipfel erklimmen könnte um die Schönheit des Landes zu erkennen. Diese Bergsteigertour zum Gipfel von wo aus man den ganzen Überblick hat ist nochmal harte Teamarbeit und birgt Gefahren des Scheiterns. Aber das gemeinsame Gipfelerlebnis ist dann überwältigend denn das Land ist keine Kugel, und auch keine Kuh, sondern etwas, was noch niemand vorher gesehen hat.

 

 

 

OS: Was ist Quantenchemie? Wieviele Menschen auf der Welt wissen, um was es sich dabei handelt?

http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenchemie

 

Hat Ihre Quantenchemie etwas mit dieser Quantenchemie zu tun? Oder handelt es sich um etwas Neues?

TP:

Nein wir meinen etwas anderes: die Quantenmechanische Superposition bedeutet in unserem Fall eine chemische Reaktion kann entweder stattgefunden haben oder nicht. Damit – sagen wir-  eine exotherme Reaktion stattfindet  (bummmm!!) müssen die beiden Reaktanden zusammen kommen. Wenn diese aber ultrakalt und damit delokalisiert sind kann es sein, dass die beiden nur mit eine bestimmten Wahrscheinlichkeit nahe genug zu einander sind für die Reaktion. Das heisst die Quantenchemie in unserem Sinne ist eine chemische Reaktion, die einen Zustand erzeugt, welcher eine Überlagerung aus (bummmm!!) und (nicht bummm!!) darstellt. Und zwar deshalb weil die gesamten Reaktanden MaterieWellen sind. In der „tradtionellen Quantenchemie“ (siehe Wikipedia) sind zwar die kleinsten Teilchen der Reaktanden –  die Elektronen  –  als qm Wellen zu beschreiben, aber nicht die gesamten Reaktanden inclusive dem massiven Kern.

Immer mehr Menschen, wissen, um was es sich dabei handelt. Grobe Schätzung: es sind im Moment ein paar hundert.

 

Dann, Prof. Pfau könnte dies unser Videodialog (siehe Mail Karin O.) sein.

OS: Guten Abend, Professor Pfau, können Sie mich gut verstehen?

TP: Ich verstehe Sie gut.

OS: Beschreiben Sie uns bitte, auf welche Weise, mit welcher Strategie man Neuland, eine Anderswelt betritt.

TP: siehe oben

OS: Die Anderswelt, die Sie momentan als ein Pionier betreten, nennt sich Quantenchemie. Das ist aber nicht die Quantenchemie, die man beispielsweise auf Wikipedia schon beschrieben findet, oder?

TP: siehe oben

OS: Macht so ein exklusives Forschungsgebiet nicht sehr einsam? Wieviele Menschen weltweit wissen überhaupt, um was es sich bei „Ihrer“ Quantenchemie handelt?

TP: siehe oben

 

 

Bitte gut getimete Pausen für meine Fragen lassen! Das Video bitte an Karin O. senden. Danke!

PS: … am Schluß vielleicht noch etwas improvisieren, so dass sich die vermeintliche Skype-Schalte als Fake selbst entlarvt …

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar
  1. jppossmann sagte:

    Wenn der Nebel sich lichtet – – – Sie schreiben, Herr Pfau, dass man etwas sieht, was nie zuvor jemand gesehen hat. Ich frage mich, was man sehen kann, das nie zuvor jemand gesehen hat. Mir scheint, dass man nur sehen kann, was man kennt, oder dessen Elemente man zumindest kennt. Man kann auch sagen: man kann nur denken, was Ableitungen sind von dem, was man gesehen hat. Nehmen wir ein neues Tier, eine Kuh als Kugel, eine Mischung aus Kuh und Hund, eine Kuh mit acht Beinen und grünem Fell, etwas das an eine Kuh erinnert, aber dann doch eher an einen Hund… Wenn wir das Land erträumen, der erste Schritt, dann erträumen wir also Variationen unserer Heimat, das Fremde ist immer die Variation oder Perversion der Heimat. Wenn sich der Nebel jetzt lichtet, und das, was darunter liegt, ist wirklich ganz anders, dann sehen wir vielleicht nur unsere Heimat, weil wir das „ganz andere“ gar nicht erkennen. Wie also macht man das, wie erkennt man die Anderswelt, wenn man drin ist? Mir ging es beim Schauen von „Interstellar“ im Kino auch so. Der Held – und mit ihm wir – saust durchs schwarze Loch und kommt dahinter in einer anderen Realität an. Mein Gefühl war ganz kurz: Nein, bitte nicht, ich will das nicht sehen. Das wird scheiße! Dann war ich doch neugierig. Dann enttäuscht: farbige Balken, verschachtelte Fluchte und Abgründe, gedrehte Perspektive, Lichtlinien, darin hängt irgendwie unglaubwürdig der Körper des Astronauten. Steht der auf was? Hängt der? Hält er sich fest? Der Körper in diesem Raum macht den Raum sofort langweilig zweidimensional. Also eine Enttäuschung. Aber wie soll es auch anders sein? Wie kann das Filmbild der Anderswelt keine Enttäuschung sein? Ich könnte es mir ja nicht besser ausdenken, denn alle meine Vorschläge wären wieder schnöde Ableitungen. Was würde ich als Regisseur machen? Nichts.

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